Camping-Ausrüstung

Klimaanlage beim Camping: Klimageräte und Luftkühler für heiße Tage im Camper

Split-Klimagerät, Monoblock, Ventilator oder Luftkühler? Vor- und Nachteile für den Camper Van und unsere Erfahrung mit einem kleinen Verdampfungskühler im VW Bulli.

Felix Schneider · veröffentlicht 09.07.2024 · aktualisiert · 4 Min. Lesezeit

Kleiner Luftkühler mit blau beleuchtetem Wassertank auf dem Holzboden eines Campers, ein Finger drückt die Taste oben am Gerät

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Im Hochsommer steigen die Temperaturen über 30 Grad, und die Sonne knallt auf Camper Van, Wohnmobil oder Wohnwagen. Nachts geht kaum ein Lüftchen, nicht gerade ideal zum Übernachten im Camper. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Klimageräte und Alternativen es gibt und wie wir einen kleinen Luftkühler* im VW Bulli eingesetzt haben.

Kurz gesagt

  • Erster Schritt bei Hitze im Camper: gründlich lüften, damit die gestaute Wärme entweicht.
  • Split-Klimageräte kühlen am besten, sind aber teuer und aufwändig einzubauen, für kleine Vans überdimensioniert.
  • Monoblock-Geräte brauchen einen Abluftschlauch nach außen, auf engem Raum unpraktisch.
  • Ventilatoren bewegen die Luft nur, die Raumtemperatur sinkt nicht.
  • Luftkühler sind portabel und brauchen keinen Schlauch, kühlen aber nur geringfügig. In unserem Praxiseinsatz sank die Temperatur im Dachbett in 1,5 Stunden von 32,9 auf 26 Grad.

Kleiner Luftkühler mit blau beleuchtetem Wassertank auf dem Holzboden eines Campers, ein Finger drückt die Taste oben am Gerät

Lüften als Grundvoraussetzung

Stand dein Campervan den ganzen Tag in der prallen Sonne, erwartet dich abends erst einmal eine Hitzewelle im Fahrzeug. Der erste Schritt ist daher: alles aufmachen, was geht, also Heckklappe (wenn vorhanden), Schiebetür und Fenster. So kann die gestaute Hitze entweichen.

Klimageräte und Alternativen im Überblick

Welche Klimageräte gibt es, und welche eignen sich wann?

GerätVorteilNachteilFazit für kleine Camper Vans
Split-Klimagerät*Beste Kühlleistung, kühlt den Raum schnell abSehr teuer, aufwändige Installation, zwei Einheiten (Innen- und Außenmodul)Für kleine Vans wie den VW Bulli überdimensioniert und nicht praktisch
Monoblock-Klimagerät*Gute Kühlleistung, nur ein GerätWärmeabfuhr über einen Schlauch, der nach außen geführt werden muss; auf engem Raum nicht optimalFür kleine Camper nicht sehr praktikabel
VentilatorEinfach, kostengünstigKühlt die Luft nicht aktiv, sondern bewegt sie nur; kühlender Effekt auf der Haut, aber keine Temperaturminderung im RaumBei starker Hitze nicht ausreichend
LuftkühlerKeine Montage, portabel, leicht zu verstauen, kein Schlauch, relativ günstig, einfacher bis mittlerer KühleffektKein vollwertiges Klimagerät, kühlt die Luft nur geringfügigGut geeignet für kleine Räume

Eine Hand hält den kompakten Luftkühler im Freien hoch, im Hintergrund Bäume und eine Wiese

Unser Testgerät: ein kleiner Verdampfungskühler

Wir haben einen ultraportablen Verdampfungskühler* getestet, der für kleine Räume gedacht ist. Die Eckdaten:

  • Gewicht und Maße: 750 g, 17 × 17 × 17 cm.
  • Bedienung: Wasser einfüllen, USB-Kabel anschließen, fertig.
  • Stromversorgung: USB-Kabel im Lieferumfang, optional Netzadapter für die Steckdose.
  • Funktion: Luftstrom regelbar, 4 Leistungsstufen, Stromverbrauch 7,5 W bei maximaler Leistung, Wassertank mit 800 ml für 3 bis 8 Stunden Betrieb.
  • Extras: LED-Beleuchtung im Wassertank (optional).

Gewicht, Maße, Stromverbrauch, Tankvolumen und Betriebsdauer sind Herstellerangaben.

Stehst du ohne Landstrom, kann eine tragbare Powerstation die Stromversorgung übernehmen. Worauf du bei der Auswahl achtest, liest du in unserem Ratgeber zu Camping-Gadgets für Wohnmobil und Campervan. Wie Batterie, Landstrom und Solar im Wohnmobil zusammenspielen, steht in Strom im Wohnmobil.

Der Wassertank des Luftkühlers wird am Wasserhahn der Campingküche aufgefüllt

Von Größe und Leistung her passt das Gerät für uns optimal in den VW California. Für größere Camper Vans gibt es ein größeres Modell* mit mehr Leistung.

Rückseite des Luftkühlers mit Lüftungsgitter, eine Hand steckt das USB-Kabel ein

Praxiserfahrung im VW Bulli

Wir haben das Gerät an einem Sommertag ausprobiert: 25 Grad Außentemperatur, der VW Bulli stand in der direkten Sonne, im Dachbett waren es 32,9 Grad. Nach 1,5 Stunden auf höchster Stufe sank die Temperatur dort auf 26 Grad, ein deutlicher Unterschied. Abends, wenn die Sonne weg ist, kann das Gerät auf Stufe 4 weiterlaufen und für angenehme Temperaturen sorgen.

Einzelmessung unter den genannten Bedingungen, kein standardisierter Test.

Geöffneter Luftkühler auf Pflastersteinen, die Verdunstungskartusche ist herausgenommen, daneben liegt die Abdeckung

Platzierung und Anwendung

Stell den Kühler dort auf, wo du die Kühlung brauchst. Bei uns war das mitgelieferte Kabel lang genug, um ihn an der richtigen Stelle zu platzieren, weil die USB-Buchsen im Camper gut zugänglich sind.

Luftkühler im Fahrerhaus eines Campervans auf der Ablage neben dem Armaturenbrett

Gegen die Sonne von außen hilft unter der Markise zusätzlich eine Markisenvorderwand als Sonnen-, Sicht- und Regenschutz.

Fazit

Für uns ist der Luftkühler eine praktische Lösung für angenehmere Temperaturen im Camper. Er ist klein, leicht, transportabel, schnell angeschlossen und braucht keinen Schlauch. Wunder darfst du aber nicht erwarten: Er ersetzt keine vollwertige Klimaanlage. Für kurze Aufenthalte und moderate Kühlung ist er für uns ideal.

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Felix SchneiderAusrüstung, Gadgets, praktische Tipps

Felix ist begeisterter Camper und Naturfreund mit einem Faible für Camping-Gadgets. Ihn interessieren Lösungen, die den Alltag auf dem Platz einfacher machen: clevere Helfer, sinnvolles Zubehör und kleine Hacks mit großer Wirkung.