Wintercamping im VW California: Unsere Tipps und Erfahrungen bei −15 °C
Wintercamping im VW California auf 1.600 m: Unser Setup mit Standheizung, Cover fürs Aufstelldach und Scheibenabdeckung, dazu Schneeketten und Stellplatzwahl.

* Affiliate-Link: Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich entstehen keine Mehrkosten. Affiliate-Hinweis
Wintercamping im VW California mitten im Skigebiet: Wir stehen mit unserem Bulli auf einem Stellplatz auf 1.600 Metern Höhe. Nachts hat es dort oft −10 bis −15 °C, und in kurzer Zeit fallen schon mal 20 bis 30 cm Neuschnee. In diesem Artikel teilen wir unsere Erfahrungen aus zwei Wintern im VW Bus: was sich bewährt hat, was wir weiter so machen und wo wir nachbessern mussten.
Kurz gesagt: unser Winter-Setup
- Standheizung im Dauerbetrieb, vom Ankommen bis zur Abreise
- Cover für das Aufstelldach, damit die Kälte draußen bleibt
- Abdeckung für die Windschutzscheibe gegen Vereisen und Kondenswasser
- Textilschneeketten im Auto, für den letzten Pass
- Stellplatz mit Skidepot und Trockenraum, kein Vorzelt
Unser Wintercamping-Setup im VW California
Unser Setup ist keine Wissenschaft, aber bei diesen Temperaturen für uns unverzichtbar.
Standheizung: läuft durch
Die Standheizung läuft bei diesen Außentemperaturen ununterbrochen, vom Ankommen bis wir wieder nach Hause fahren. Dafür nutzen wir ausschließlich Dauerheizen. „Sofort heizen“ ist beim Camping ungeeignet, weil es sich nach insgesamt 180 Minuten sperrt. Wie du die Standheizung richtig bedienst, zeige ich dir in der Bedienungsanleitung für die Standheizung im VW California. Welche Stufe ungefähr welcher Temperatur entspricht, steht im Artikel zu den Temperaturstufen der Standheizung.
Cover für das Aufstelldach
Das Cover für das Aufstelldach* hält die Kälte draußen. Zusammen mit der Standheizung bleibt es im Bulli so auch bei −10 °C draußen angenehm warm, gerade im Dachbett.

Stellplatz mit Skidepot und Trockenraum
Unsere komplette Skiausrüstung ist natürlich dabei. Deshalb wählen wir Stell- oder Campingplätze mit Bedacht, am liebsten solche mit Skidepot und Trockenraum. Dort lagern wir abends die Ausrüstung und schlüpfen am nächsten Morgen in trockene, warme Kleidung.


Warum wir im Winter kein Vorzelt nutzen
Unser Markisenvorzelt* bleibt im Winter zu Hause. Bei den eisigen Bedingungen ist die Gefahr hoch, dass die Markise einfriert und sich bei der Abreise nicht mehr einkurbeln lässt. Außerdem sind wir meist nur zwei bis drei Tage unterwegs und fast die ganze Zeit auf der Piste. Ein Gestänge-Heckzelt hätten wir zwar, nutzen es im Winter aber normalerweise nicht, weil wir den Bulli dann nur zum Schlafen brauchen.
Bewährt hat sich für uns also die Kombination aus Wetterschutz-Cover, durchlaufender Standheizung und einem Campingplatz mit Skidepot, Trockenraum sowie beheiztem Frühstücks- und Aufenthaltsraum.
Was wir verbessern mussten
Zwei Dinge haben uns das Wintercamping trotzdem schwer gemacht: fehlende Schneeketten und eine vereiste Windschutzscheibe.
Schneeketten: die Lektion am letzten Pass
Bei starkem Schneefall kamen wir einmal den letzten Pass nicht hinauf. Mit Schneeketten wäre uns das nicht passiert. Seitdem haben wir Textilschneeketten* dabei.
Die Wahl leichter, einfach anzubringender Textilschneeketten war für uns die richtige: Sie sind leicht, schnell montiert und schonen die Felgen. Beim Anfahren sorgen sie für deutlich mehr Grip, vor allem in Wintersportgebieten, wo es situativ eine Schneekettenpflicht geben kann.

Abdeckung für die Windschutzscheibe
Gegen die vereiste Windschutzscheibe nutzen wir inzwischen eine günstige Abdeckung für die Windschutzscheibe*. Sie wird über die Türen gestülpt und eingeklemmt. Die Abdeckung schützt vor Sonne, Staub, Frost und Schnee und hat eine Zwischenschicht als leichte Wärmedämmung.
Wir waren anfangs skeptisch, aber bei −10 °C hat sie uns überzeugt:
- Die Windschutzscheibe ist nicht mehr vereist.
- Der Innenraum ist abgedunkelt.
- Es bildet sich deutlich weniger Kondenswasser.

Die Dämmwirkung dieses preiswerten Modells ist für uns akzeptabel. Als Alternative zu teureren Thermomatten ist es eine Überlegung wert, wenn du keine maximale Wärmedämmung brauchst.
Fazit: Wintercamping im Bulli geht auch mit kleinem Budget
Wintercamping ist für uns mehr als eine Saison, es ist eine Leidenschaft. Unsere Erfahrung: Auch mit begrenztem Budget kommst du zu einer soliden Ausrüstung für Minusgrade in den Bergen. Entscheidend sind eine durchlaufende Standheizung, ein Cover für das Aufstelldach, eine Abdeckung für die Windschutzscheibe, Schneeketten im Auto und ein Platz mit Skidepot und Trockenraum.
Für den Sommer und das ganze Jahr: Welchen Campingstuhl wir statt des Standard-VW-Stuhls in der Heckklappe dabeihaben, liest du in unserem Artikel über die Carini als Alternative zum VW-Stuhl.
Und wenn du im Winter auch abseits der Piste unterwegs sein willst: Tipps für den Einstieg findest du in unserem Ratgeber zum Schneeschuhwandern.
BESTIMMTE INHALTE, DIE AUF DIESER WEBSITE ANGEZEIGT WERDEN, STAMMEN VON AMAZON. DIESE INHALTE WERDEN ‚WIE BESEHEN‘ BEREITGESTELLT UND KÖNNEN JEDERZEIT GEÄNDERT ODER ENTFERNT WERDEN.
- Wintercamping
- Standheizung
- Heizen

Patrick ist mit seiner vierköpfigen Familie im VW California unterwegs und kennt den Bulli bis ins Detail – von der Standheizung bis zur Heckklappe. Auf seinem YouTube-Kanal Camp4Happiness zeigt er Campingplätze in ausführlichen Rundgängen, erklärt Technik rund um den VW Bus und probiert Ausrüstung im echten Reisealltag aus.


