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Klimaanlage beim Camping: Tipps für heiße Urlaubsländer

Autorenbild: Felix SchneiderFelix Schneider

Der Hochsommer bringt Temperaturen über 30 Grad mit sich, und die Sonne knallt auf den CamperVan, das Wohnmobil oder den Wohnwagen. Nachts gibt es kaum ein Lüftchen – nicht optimal, um im Camper zu übernachten! In diesem Artikel zeige ich euch eine Variante, um das Ganze angenehmer zu gestalten und den Camper abzukühlen.



Lüften als Grundvoraussetzung

Wenn der Campervan den ganzen Tag in der prallen Sonne stand und ihr abends zurückkommt, habt ihr erstmal eine Hitzewelle im Fahrzeug. Der erste Schritt ist daher: Alles aufreißen, was geht – Heckklappe (wenn vorhanden), Schiebetür, Fenster, usw. So kann die gestaute Hitze entweichen.


Klimageräte und Alternativen

Welche Klimageräte gibt es und welche eignen sich wann? Hier eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten:


1. Split-Klimageräte 

Vorteil: Beste Kühlleistung, kühlt den Raum schnell ab.

Nachteil: Sehr teuer (ca. 2000 EUR), aufwändige Installation, besteht aus zwei Einheiten (Innen- und Außenmodul).

Fazit: Für kleine Camper Vans (VW Bulli) sind Split-Klimageräte oversized und nicht praktisch.


2. Monoblock-Klimageräte

Vorteil: Gute Kühlleistung, nur ein Gerät notwendig.

Nachteil: Wärmeabfuhr erfolgt über einen Schlauch, der nach außen geführt werden muss, nicht optimal auf engem Raum.

Fazit: Monoblock Klimageräte sind für kleine Camper nicht super praktikabel.


3. Ventilatoren

Vorteil: Einfach, kostengünstig.

Nachteil: Kühlen die Luft nicht aktiv, sondern zirkulieren sie nur. Kühlender Effekt auf der Haut, aber keine Temperaturminderung im Raum.

Fazit: Nicht ausreichend bei starker Hitze.

4. Luftkühler

Vorteil: Keine Montage, portabel, leicht zu verstauen, kein Schlauch, relativ günstig, einfacher bis mittlerer Kühleffekt.

Nachteil: Kein vollwertiges Klimagerät, kühlt die Luft nur geringfügig. Fazit: Gut geeignet für kleine Räume (kleine Camper Vans).


Unser Testgerät: Der Verdampfungskühler

Wir haben einen ultraportablen Verdampfungskühler getestet, der für kleine Räume geeignet ist. Hier sind die Details:


Gewicht und Maße: 750 g, 17 x 17 x 17 cm.

Bedienung: Einfach – Wasser einfüllen, USB-Kabel anschließen und los geht's.

Stromversorgung: USB-Kabel im Lieferumfang enthalten. Optional Netzadapter für Steckdose.

Funktion: Luftstrom regelbar, Stromverbrauch von 7.5W bei maximaler Leistung, Wassertank fasst 800 ml (3-8 Stunden Betriebsdauer).

Zusätzliche Features: LED-Beleuchtung im Wassertank (optional), 4 Leistungsstufen.


Von der Größe und Leistung für den VW California optimal geeignet. Für größere Camper Vans gibt es ein größeres Modell mit mehr Leistung.

Praxiserfahrung

Wir haben das Gerät bei sommerlichen Temperaturen getestet: 25 Grad Außentemperatur, VW Bulli in der direkten Sonne, 32,9 Grad im Dachbett. Nach 1,5 Stunden auf höchster Stufe sank die Temperatur auf 26 Grad – ein deutlicher Unterschied. Abends, wenn die Sonne weg ist, kann das Gerät auf Stufe 4 betrieben werden, um angenehme Temperaturen zu schaffen.



Platzierung und Anwendung

Der Kühler sollte dort platziert werden, wo er benötigt wird. Bei unserem Test war die Länge des mitgelieferten Kabels ausreichend, um den Kühler an der richtigen Stelle zu positionieren, da die USB-Buchsen im Camper gut zugänglich waren.


Fazit

Für uns ist der Luftkühler eine praktische Lösung für angenehme Temperaturen im Camper. Er ist klein, leicht, transportabel, schnell angeschlossen und benötigt keinen Schlauch. Allerdings darf man keine Wunder erwarten – er ersetzt keine vollwertige Klimaanlage. Für kurze Aufenthalte und moderate Kühlung ist er jedoch ideal. Insgesamt: Daumen hoch!


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